Samstag, 28. Juni 2014

Logbuch Carnage

Irgendwann auf See

Bloodcove reizt mich nicht mehr. Hier sind keine Blutorgien möglich und es stinkt vor gewöhnlichen Menschen ohne Ambition, bei Dagon, widert es mich hier an.
Aber das Glück ist mit den Bösen, dieser grüne Piratenkapitän Russale, immerhin ein akzeptabler Krieger, der auch die Freuden ungezügelter Raserei genießt, hat neue Besatzungsmitglieder angeheuert.
Ich habe mich auf der Flying Spirit eingeschrieben, zu deren Offizieren auch ein weiterer Tiefling zählt. Allerdings auch dieser Gecke am Steuer, solch eine dümmliche Kreatur habe ich schon lange nicht mehr erblickt und am Leben gelassen.
Kapitän Russale hat mich zum Ausguck ernannt, er scheint ja ein wenig Ahnung zu haben, immerhin kann er meine Behändigkeit und scharfen Sinne einschätzen. Dagon, ich muss unbedingt etwas abschlachten!



In der ersten Nacht wurde das Schiff anscheinend von Sahuagin angegriffen. Maldrek hat mir während des Kampfes seine Folter-und Schändungskammern gezeigt. Der arme Kerl versucht verzweifelt böse zu wirken, aber er ist hauptsächlich stark im reden und jammern an seine Gottheit. Ich glaube ... ich weiß, dass der noch nie einfach mal ein Dorf, samt Frauen, Kindern und Babys zerfleischt hat. Fehlt mir das Gekreische der Unschuldigen und Wehrlosen nach Gnade.

Am nächsten Tag hat sich unser Steuermann, beraten von dieser Hexe verfahren, hinaus auf die hohe See. Das sind solche inkompetenten Stümper! Russale hat die Flying Spirit aber wieder in Küstennähe gebracht. Hier hatten wir auch endlich Erfolg, ich habe ein Hüttendorf erspäht. Russale hat direkt befohlen dieses zu plündern, in meinem Fall interessiert eher das Morden und Schlachten, und so machten wir uns bereit. Sebahel hat dann auch gleich wieder einmal seine Nutzlosigkeit bewiesen und das Schiff auf eine Sandbank in der Bucht gefahren. Maldrek hat ihm dafür auch wieder mit einer Bloody Hour gedroht, bei der er wohl, den schadenfrohen Kommentaren der anderen Crewmitgliedern nach, beim letzten Mal in Ohnmacht gefallen war, was eine Witzfigur.

Das Dorf war zu meiner Enttäuschung verlassen, anscheinend wurden die Bewohner bereits vertrieben, ein paar von Fliegen umschwärmte Leichen lagen noch verstreut. Mein Erbe kocht, ich muss dringend etwas töten!
Auf Befehl des Kapitän begannen wir die Hütten zu durchsuchen - kurze Zeit später erschallte von überall rundherum das Summen gigantischer Fliegenschwärme. Einer dieser Schwärme kam gerade zu mir in eine Hütte herein geflogen, als draußen wohl ein Feuerball explodierte und der Schwar kehrt machte. Vor der Hütte sah ich Alderon, die Hexe, der mir wohl helfen wollte. Der Narr hat ja keine Ahnung, aber ich will ihm nichts schuldig sein, also habe ich ihn aus dem Schwarm gestossen. Daraufhin fing er an panisch mit Feuerbällen um sich zu werfen.
Ich weiß nicht aus welchen Abgrund meine Vorfahren stammen, aber das Feuer war eine Wohltat.Zu diesem Zeitpunkt sind dann auch Sebahel und Russale in Richtung Ufer gerannt und abgetaucht. Alderon und ich sind hinterher. Kleine Insekten! Ich kann meinen Blutdurst kaum noch in Zaum halten.
Auf dem Schiff haben die anderen Besatzungsmitglieder dann mit Fackeln den letzten Schwarm vertrieben.

Auf der Flying Spirit haben wir dann auch festgestellt, dass Maldrek fehlt, mit seiner Half-Plate kann er natürlich auch nicht zurück schwimmen. Dagon hol ihn!
Nach kurzer Suche zurück an Land haben wir seinen aufgedunsenen und mit Eiern gespickten Leichnam hinter einer Hütte gefunden. Die anderen waren wohl glücklich über sein dahinscheiden, zumindest fand am Abend eine ausgelassene Sauferei unter allen Besatzungsmitgliedern statt. Der Kapitän spendierte sogar Rum. Sein Dahinscheiden brachte mir eine weitere Aufgabe ein, ab sofort kann ich meine Wut ungezügelt in der Bloody Hour als blutige Hand es Kapitäns an den Schuldigen und Unschuldigen auslassen. Im nächsten Hafen werde ich die Peitsche erstmal durch die bösartigste Geißel austauschen, die ich finden kann.

In der Nacht kam die erste gute Nachricht. Ein Viermaster dieser Teufelslakeien und Piratenjäger aus Cheliax hat vor der Insel geankert. Zu unserem Glück ist ihr Schiff, ihre Bewaffnung und ihre Besatzung größer als unsere. Angeführt von Russale haben wir beschlossen ihnen einen Besuch abzustatten und das Schiff zu sabotieren. Ich melde mich freiwillig für den Einsatz, ich kann das Blut der verspritzten Eingeweide der Cheliax bereits riechen.

Der Plan das Ruder zu zerstören verlief perfekt, wir wurden sogar von einer Wachmannschaft erwischt. Innerhalb kürzester Zeit haben wir den Offizier und die beiden Seemänner in blutige Stücke zerhackt. Ich persönlich habe die beiden Seeleute mit je einem gewaltigen Hieb meiner Bardiche gespalten, das Blutbad war grandios. Ich sollte dem Kapitän vorschlagen unser Schiff bis zu den Segeln mit dem Blut unserer geschlachteten Feinde zu färben.
Sebahel hat auch noch einen Offizier im Schlaf erdolcht, nicht sehr mutig, nicht sehr blutig, aber eine schöne Geste. Den ganzen wertvollen Kram haben wir dann auch noch mit zurück auf die Spirit genommen. Am morgen werden wir abfahren.



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